OLMA-Krimi

Kapitel für Kapitel Spannung pur!

Hier veröffentlichen wir jeden Tag eine neue Folge des Thurgauer Krimis. Die Handlung spannend, die Orte im Thurgau bekannt, der Ausgang überraschend. Viel Spass beim Lesen.

Kapitel 1

ITTINGER FRÜHSTÜCK

«Wieso kannst du mir nicht helfen?» Meine Freundin Mina schaut mich wütend an. «Bitte, Mina, dafür ist es wirklich zu spät. Ich muss früh raus.» «Ich brauche bis morgen einen Slogan. Etwas mit Pepp!» «Und ich muss mich ausruhen», sage ich und strecke meinen Rücken durch, «den ganzen Tag haben wir den Kohlenmeiler aufgeschichtet. Das geht ins Kreuz.» «Dieser Auftrag ist wirklich wichtig. Es geht ums Image des Kantons, verstehst du?»

Weiterlesen

Kapitel 2

FRAUENFELDER ERPRESSUNG

«Mina?», rufe ich und drücke an meinem Handy herum, doch die Leitung ist unterbrochen. Carlo Renner schaut interessiert zu mir auf, als ich an den Tisch zurückkehre und meine Jacke nehme. «Ist alles in Ordnung mit Ihnen?» «Ich muss los», sage ich, nehme das Blatt vom Tisch und stecke es ein.

Weiterlesen

Kapitel 3

ESCHENZER ALPHORNTÖNE

Drei Biester starren mich aus blutunterlaufenen Augen an. Ihr Fell schimmert in verschiedenen Brauntönen, Hundeliebhaber würden von Milchkaffeefärbung sprechen. Mir fehlt in dieser heiklen Situation allerdings jeglicher Sinn für Poesie. Auch kann ich die Begeisterung für die Kampfmaschinen mit Schnauzen wie Schubladen nicht teilen.

Weiterlesen

Kapitel 4

STÄHLIBUCKER FRAUENTREFF

Viel habe ich nicht erfahren im Frauenfelder Rathaus. Der alphornblasende Stadtpräsident riet mir, in seiner alten Heimat am Untersee nach dem Ursprung der Äpfel zu suchen. Und die Dame beim Empfang nannte mir einen Vornamen: Simona. Die Frau plane etwas Politisches oben beim Turm auf dem Stählibuck.

Weiterlesen

Kapitel 5

THURFLUSSFAHRT

Schwindelfrei war ich noch nie. Und das Abseilen vom Aussichtsturm auf dem Stählibuck ist nichts, das ich empfehlen könnte. Aber es ist immer noch besser, als von den Mitgliedern einer Motorradgang über die Brüstung geworfen zu werden. So schlucke ich leer und folge Simona in die Tiefe, erst gleite ich langsam am Seil hinunter und mache alle paar Meter einen Sicherheitsstopp. Dann, mutiger geworden, lasse ich es sausen und stehe wenig später am Boden neben dem Turm.

Weiterlesen

Kapitel 6

ARENENBERGER TRÄUME

Eben schaukelten wir noch in meinem aufblasbaren Kanu auf den Wellen der Thur, genossen die Aussicht auf die Kiesbänke am Ufer, auf die neu geschaffenen Lebensräume für seltene Vögel und den Biber. Simona erzählte von ihrer Kindheit in Weinfelden, von Ausflügen an den Fluss und den Pfadierlebnissen rund um den Ottenberg.

Weiterlesen

Kapitel 7

ARBONER NACHTWEISHEITEN

«Noch zwei Tage», steht mit rotem Lippenstift auf dem Spiegel der Männertoilette. Die Nachricht gilt mir. Zwei Tage habe ich Zeit, um meine Freundin Mina zu finden. Wenn ich es nicht schaffe, wird kein Tomatensaft mehr fliessen, da muss ich mit Blut, abgeschnittenen Fingern oder Schlimmerem rechnen.

Weiterlesen

Kapitel 8

WEINFELDER MORGENGRÜSSE

Ich warte, bis es still ist draussen. Dann haste ich aufwärts, nehme zwei Stufen auf einmal und bin bald unter dem Dach der Scheune. Hier oben befindet sich in luftiger Höhe das Gefängnis meiner Mina, das früher wohl als Unterkunft für Angestellte diente. Die Türe ist mit einem massiven Riegel gesichert. Vorsichtig schiebe ich ihn zur Seite und betrete das Zimmer.

Weiterlesen

Kapitel 9

ROMANSHORNER KURZGLÜCK

Goran bezahlt unser Frühstück im «Usblick». Elena, die behinderte Schwester der Polizistin Claudia, umarmt uns alle zum Abschied. «Morgen habe ich frei, dann gehen wir zusammen an die OLMA», sagt Claudia zum Abschied, «dann gibt es Tiere, Lunapark und Bratwurst.» «Nicht zu vergessen, die Kaffeemaschinen, Whirlpools und den Wein mit Messerabatt.»

Weiterlesen

Kapitel 10

BISCHOFSZELLER HAUPTPROBE

Renner hat mir einen Stand an der OLMA versprochen. Gut so. Nun tätige ich noch einen zweiten Anruf. Ich muss meinen ganzen Charme spielen lassen, um ans Ziel zu kommen. Danach gehe ich unter die Dusche. Seit gestern Morgen war ich nicht mehr aus den Kleidern gekommen.

Weiterlesen

Kapitel 11

ST. GALLER MESSEFIEBER

Mein Messestand ist keine Wucht, doch besser als gar nichts. Von einem Kaminbauer in der Nachbarhalle leihe ich mir einen Rollwagen und komme gerade rechtzeitig, um den Streit zwischen meiner Nachbarin Frau Hugentobler und einem St. Galler Polizisten nicht weiter eskalieren zu lassen.

Weiterlesen

Kapitel 12

THURGAUER ERLEUCHTUNG

Auf der Zufahrt zur Messe herrscht Gedränge. Im Schritttempo tuckern wir bis zum Haupteingang. Felix hält den dreirädrigen APE an, ich hole mein Transparent unter dem Sitz hervor und hänge es ans Verdeck. Beim Eingang steht der Security, der mich gestern nicht reinlassen wollte. «Du schon wieder?»

Weiterlesen

Michael Albasini
Radrennfahrer

«Klar geht es uns Profi-Radrennfahrern um den Sieg. Wer aber auch Zeit und eine Auge für die Landschaft hat, kommt im Veloland Thurgau voll auf seine Kosten.»